Michael Müller 14.11.2009 / Reise

Geheimtipp Gänsegeier

Hinter den sieben Bergen: Naturschutzgebiete in Südwest-Serbien

Abseits von Belgrad und Donau bieten sich in Serbien vor allem drei Reiseerkundungen an: eine auf den Spuren weströmischer Kaiser, eine inmitten orthodoxen Klosterlebens und schließlich eine durch atemberaubende Naturschutzgebiete. Letztere sind touristisch übrigens bislang am wenigsten entdeckt. Und es bleibt zu hoffen wie zu befürchten, dass sie bald nicht mehr als Geheimtipp gelten.

Gänsegeier auf Kontrollflug überm Uvac-Naturschutzgebiet

Nach einer etwa halbstündigen Fahrt auf dem Uvac-See im gleichnamigen südserbischen Naturreservat nimmt Steuermann Marko Obicina auch den letzten Gang raus. Das floßähnliche Gefährt liegt nun am Fuße des schroff aufragenden Uferkarstes fast still. Still ist es auch ringsum. Doch plötzlich aus der Höhe ein »tetete« und »gegege«. Miso Kucobridz, Leiter des Reservats, der mit an Bord ist, weist stumm mit einem Kopfnicken auf einen Felsvorsprung. Und da sitzen sie vor ihrem Horst, die Gänsegeier. Regungslos, erhabenen Kopfes, nur als Kontur deutlich sichtbar, wohingegen die Körper wegen des schwarzgrauen bis blassbraunen Gefieders vor dem felsigen Hintergrund schwer auszumachen sind. Nach ein paar Minuten stößt sich einer von der Felsnase ab. Rund zweieinhalb Meter Flügelspannweite lassen den weißköpfigen Riesenvogel gemächlich über See, Schiffchen und Ufergipfel ein paar Runden schweben. Dann genug, Landung, im Revier scheint ihm alles in...

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