Aert van Riel und Ines Wallrodt 14.11.2009 / Politik

»Konservatismus macht anfällig«

Eine neue Studie zeigt weite Verbreitung von Vorurteilen in der Europäischen Union

Fast jeder zweite Europäer hegt Vorurteile gegenüber Migranten, religiösen Gruppen oder Minderheiten, ergab eine Studie. Kontakte zwischen unterschiedlichen Gruppen könnten Vorurteile verringern.

Bei den EU-Wahlen im Juni konnten rechtsradikale und rechtspopulistische Parteien spektakuläre Erfolge erzielen. Doch nicht nur sie sind fremdenfeindlich, antisemitisch, homophob und sozialdarwinistisch eingestellt, auch weite Teile der EU-Bevölkerung vertreten solche Meinungen. Dies belegt die Studie »Europäische Zustände – Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Europa« des Bielefelder Instituts für Konflikt- und Gewaltforschung, die am Freitag in Berlin vorgestellt wurde.

Vorurteile werden vor allem in der Zuweisung stereotyper Eigenschaften deutlich. Die Sozialwissenschaftler der Universität Bielefeld untersuchen seit 2002 für Deutschland, wie stark bestimmte Gruppen diskriminiert werden, etwa Einwanderer, Juden oder Muslime. Erstmals wurde die Studie nun in acht EU-Staaten durchgeführt. »Wer Vorurteile gegenüber einer dieser Gruppen hat, bei dem ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass er ebenso Mitglieder der anderen Gru...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: