Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Feuerlöscher aus Brausetabletten

Regensburger Fachhochschule sucht im Kindergarten nach den Ingenieuren von morgen

Regensburg (dpa/ND). Es piepst, es blinkt, es sprudelt – und den vier- bis sechsjährigen Mädchen und Jungen macht es offensichtlich riesigen Spaß. Bei dem Projekt LITTLEtech wird den Kindern von fünf Kindergärten in Regensburg komplizierte Technik mit spielerischen Experimenten erklärt. Die Regensburger Fachhochschule (FH) will dadurch herausfinden, ob den Kleinen frühzeitig ein Interesse an Naturwissenschaften vermittelt werden kann.

Hintergrund ist, dass nach wie vor zu wenige junge Menschen in Deutschland einen technischen Beruf ergreifen, die Industrie beklagt seit Jahren einen Mangel an Ingenieuren und Informatikern. Die FH-Wissenschaftler wollen daher erreichen, dass die Kindergartenkinder von heute morgen vielleicht ein Ingenieursstudium absolvieren. Gerade auch Mädchen soll Lust auf die bislang eher typischen Männerberufe gemacht werden.

Für das Projekt hat die Oberpfälzer Hochschule zusammen mit einem großen Regensburger Unternehmen Technikkisten mit insgesamt 27 Versuchen entwickelt. Diese Kiste hat wenig mit den herkömmlichen Experimentierkästen aus der Spielwarenabteilung gemein. Die Regensburger Kiste besteht aus einem großen, prall gefüllten Aluminiumkoffer. Darin finden sich alle Teile für eine Luftballon-Rakete oder einen improvisierten Feuerlöscher aus Brausetabletten. Dazu gibt es eine einfache Dokumentation mit Bildern.

»Kinder haben einen ungebremsten Forscherdrang«, sagt Projektleiter Armin Gardeia. Dies wollen die FH-Experten ausnutzen. Ein Jahr lang wollen sie nun beobachten, wie die Technik-Offensive bei den Kindern ankommt.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln