Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Kassen erwägen sechs Euro Zusatzbeitrag

3,5-Milliarden-Defizit heruntergerechnet

Berlin (dpa/ND). Gesetzlich Krankenversicherte müssen sich im kommenden Jahr auf einen Zusatzbeitrag von etwa sechs Euro im Monat einstellen. Das berichtet die »Berliner Zeitung« unter Berufung auf Berechnungen von Krankenkassen. Zugrunde gelegt wurde dabei ein nicht durch Steuermittel gedecktes Defizit in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) von etwa 3,6 Milliarden Euro.

Rein rechnerisch ergibt sich aus diesem Minusbetrag auch nach dpa-Informationen aus Kassenkreisen eine Zusatzbelastung für die Kassenmitglieder von durchschnittlich gut sechs Euro. Einen Betrag in dieser Höhe müssten die Versicherten dann unabhängig von ihrem Einkommen zahlen. Die Vorschrift, nach der niemand mehr als ein Prozent seines Einkommens für Zusatzbeiträge ausgeben muss, greift dem Bericht zufolge erst ab einem Betrag von acht Euro.

Welche Krankenkassen Zusatzbeiträge erheben werden, steht noch nicht fest. Dem Zeitungsbericht zufolge werden die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) voraussichtlich ohne Zusatzbeiträge auskommen können.

Wegen des sich in der GKV für 2010 abzeichnenden Defizits von 7,5 Milliarden Euro hatten sich Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) und Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) überraschend auf eine Milliarden-Finanzspritze aus Steuermitteln geeinigt. Die Kassen erhalten einen einmaligen Sonderzuschuss von 3,9 Milliarden Euro. Ansonsten ließe sich eine Anhebung des einheitlichen Beitragssatzes von derzeit 14,9 Prozent kaum vermeiden.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln