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Nahles sorgt sich um die Linkspartei

Parteichef Lafontaine in Klinik operiert

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Berlin (AFP/ND). Die Krebserkrankung des Linkspartei-Vorsitzenden Oskar Lafontaine hat eine Debatte um die Zukunft der Partei ausgelöst. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles sagte den LINKEN am Donnerstag eine schwierige Zukunft für den Fall voraus, dass Lafontaine seine Ämter aufgeben muss. Die Linkspartei selbst geht indes davon aus, dass der am Donnerstag in einer Klinik in Homburg an der Saar operierte Lafontaine im Amt bleibt. Berichten zufolge hat Lafontaine Prostatakrebs.

Nahles sagte dem Bayerischen Rundfunk mit Blick auf einen möglichen Amtsverzicht Lafontaines: »Dann wird diese Partei zerfallen in Radikale um Sahra Wagenknecht und eine ganze Reihe von ostdeutschen PDSlern, die Regierungsverantwortung anstreben.« Sie denke, dass das »eine Belastungsprobe erster Ordnung für die Linkspartei intern werden wird«.

Unterdessen relativierte der Thüringer LINKEN-Fraktionschef Bodo Ramelow seine Äußerung vom Mittwoch, die Partei müsse unabhängig von Lafontaines Erkrankung über die Zeit nach ihm als Parteichef nachdenken. »Bei uns gibt es keine Nachfolgedebatte und heute schon überhaupt nicht«, sagte er dem ZDF. Er wünsche Lafontaine, dass er möglichst schnell genese »und dass er im kommenden Jahr möglichst kraftvoll uns als Parteivorsitzender zur Verfügung steht«. Die LINKE werde auch künftig »mit ihm den politischen Weg markieren«. Spekulationen, er sei selbst am Parteivorsitz interessiert, wies Ramelow zurück.

Auch Linkspartei-Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch wandte sich gegen eine Nachfolgedebatte: »Oskar Lafontaine ist heute operiert worden«, sagte er dem Nachrichtensender N24. »Und es gibt überhaupt keinen Grund, über irgendetwas zu spekulieren.« Er sei sehr zuversichtlich, dass Lafontaine schnell zur Genesung kommt und dass er im Januar seine Arbeit wieder aufnimmt. »Er wird im Mai nächsten Jahres wieder kandidieren«, zeigte sich Bartsch überzeugt. Er kritisierte zugleich die Äußerungen Ramelows vom Mittwoch. Was dieser gesagt habe, »war natürlich zutiefst unglücklich«. Der Thüringer Fraktionschef habe inzwischen klargestellt, dass er eine Nachfolgedebatte überhaupt nicht führen wolle. »Ich glaube, da hat er einen Fehler gemacht.«

Nahles wünschte Lafontaine, der früher Parteivorsitzender der Sozialdemokraten war, auch im Namen vieler SPD-Mitglieder gute Besserung. Auch SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier übermittelte Genesungswünsche.

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