Thandorf fordert Schwerin heraus

Der Nordosten streitet weiter über Kommunalfinanzen. Und eine kleine Gemeinde will klagen

  • Von Velten Schäfer, Schwerin
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Mecklenburg-Vorpommern will auch in der Krise Neuverschuldungen vermeiden. Die Kommunen wurden daher mit umfangreichen Finanzkürzungen konfrontiert. Nun soll ein Notfonds Härten ausgleichen. Bestücken sollen die Kommunen diese Ausgleichskasse allerdings selbst – durch Neuverschuldung.

Thandorf, eine kleine Gemeinde im Nordwesten von Mecklenburg, steht mit seinen genau 186 Einwohnern sonst nicht so sehr im Fokus der Öffentlichkeit. Das hat sich in diesen Tagen geändert: Thandorfs parteiloser Bürgermeister Wolfgang Reetz hat sich entschlossen, der Landesregierung Probleme zu machen. Er will gegen das vor einem Monat im Schweriner Landtag beschlossene Finanzausgleichsgesetz (FAG) vor das Landesverfassungsgericht ziehen.

Das im Oktober gegen alle Proteste durchgedrückte Gesetz weist den Kreisen, Städten und Gemeinden in den nächsten beiden Jahren nicht nur 230 Millionen Euro weniger zu; es drängt zudem Orte mit weniger als 500 Einwohnern zur Aufgabe der Eigenständigkeit. Sie erhalten fünf Prozent weniger Geld aus der regulären Schlüsselzuweisung – und sind von Sonderzuweisungen ausgeschlossen.

Willkürliche Mittelvergabe

Das hält Bürgermeister Reetz für verfassungswidrig. Nirgends in der Landesverfassung stehe gesc...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:

Haben Sie ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 531 Wörter (3513 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.