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Strategisch

Tobias Riegel hofft, dass Berlin ins Gasnetz einsteigt

Von »strategischer Bedeutung« sei die Infrastruktur eines Unternehmens der öffentlichen Daseinsvorsorge, erklärt Wirtschaftssenator Harald Wolf (LINKE). Wohl wahr. Seine Forderung, das Land Berlin solle darum in den bald zum Verkauf stehenden Netzbetreiber des Berliner Gasversorgers GASAG einsteigen, ist daher zu unterstützen. Auch und vor allem in Zeiten leerer Kassen.

Denn es wäre eine sinnvolle Investition, die sich langfristig über die Gewinne aus der Netzgesellschaft sogar rechnen würde. Ebenfalls ist Wolf beizupflichten, dass es nicht im Sinne Berlins ist, dieses sensible Terrain »irgendeinem Investor« zu überlassen. Zudem läge es im ureigensten Interesse der Bevölkerung, wenn das Land über seine Beteiligung Einfluss etwa auf den Ausbau des Netzes und den diskriminierungsfreien Zugang dazu ausüben könnte. Zu guter Letzt wäre der Wiedereinstieg des Landes in die Energieversorgung seiner Bevölkerung auch ein wichtiges Symbol dafür, dass Rot-Rot es ernst meint mit der viel beschworenen Rekommunalisierung der Daseinsvorsorge.

Bleibt also zu hoffen, dass es Wolf nicht so ergeht wie Umweltsenatorin Katrin Lompscher (LINKE). Die hatte im Herbst den Kauf der Vattenfall-Anteile der GASAG gefordert – wurde jedoch vom Finanzsenator überstimmt.

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