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2:0 für Katalonien

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In über 160 Gemeinden Kataloniens wurde am Sonntag darüber abgestimmt, ob die Region unabhängig von Spanien sein sollte. Insgesamt 95 Prozent der Teilnehmer haben sich für die Abtrennung ausgesprochen. Auch wenn sich nur ein Drittel der Stimmberechtigten beteiligte – 200 000 Menschen haben so demonstriert, dass knapp 300 Jahre nach dem Fall von Barcelona, der Katalonien 1714 unter die spanische Krone brachte, die Unabhängigkeitsbestrebungen stärker werden.

Das hat gute Gründe. 2005 verabschiedete das katalanische Parlament mit 90 Prozent der Stimmen das neue Autonomiestatut. Entgegen der Zusicherung der regierenden Sozialisten wurde es auf dem Weg durch die Instanzen jedoch »abgehobelt«. Der Begriff »Nation« blieb ebenso auf der Strecke wie das Finanzierungsmodell nach baskischem Vorbild. So warten die Katalanen weiter auf mehr Geld. Pro Kopf zahlen sie überdurchschnittlich viel an den spanischen Staat, aber es wird unterdurchschnittlich in der Region investiert. Obwohl das verwässerte Statut trotzdem per Referendum in Katalonien angenommen wurde, liegt es weiter in Madrid auf Eis. Die rechte Volkspartei legte Verfassungsbeschwerde dagegen ein. Offensichtlich will man den Katalanen Rechte vorenthalten, die anderen Regionen gewährt werden.

Auch viele prominente Katalanen haben von der Verzögerungstaktik inzwischen die Nase voll. So unterstützt der Präsident des FC Barcelona, Joan Laporta, die Initiativen zur Unabhängigkeit. Sein Klub gewann am Tag der Abstimmung das Lokalderby gegen den »Königlich Spanischen Sportverein« Barcelonas. Damit steht es nun 2:0 für Katalonien.

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