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Kastner hat den Vorsitz

  • Von Christian Klemm
  • Lesedauer: 1 Min.

Die Vorfälle von Kundus haben ein parlamentarisches Nachspiel: Gestern konstituierte sich der Untersuchungsausschuss, der Licht in die Mordnacht vom 4. September bringen soll. Dem Ausschuss steht Susanne Kastner (Foto: dpa), von 1998 bis 2002 Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion, vor.

Die ausgebildete Erzieherin ist seit 1989 Bundestagsabgeordnete und gehört der Leitung des konservativen Seeheimer Kreises in der SPD an. Scharf kritisierte die ehemalige Religionslehrerin Andrea Ypsilanti, die in Hessen eine rot-grüne Koalition mit Tolerierung der Linkspartei bilden wollte. »Ich kann über dieses Fiasko nur noch den Kopf schütteln«, so Kastner damals. Erfahrungen in verteidigungspolitischen Fragen hat sie nicht; in der Vergangenheit war der Tourismus einer ihrer Arbeitsschwerpunkte.

»Zügig« wolle der Ausschuss die Vorgänge bei Kundus untersuchen, sagte die 63-jährige Mutter von drei Kindern im »Deutschlandfunk«. Dabei sehe sie, die ehemalige Vize-Präsidentin des Bundestages, sich eher in einer »moderierenden Rolle«.

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