Haidar wieder in der Heimat

Bürgerrechtlerin aus der Westsahara erzwang mit Hungerstreik Rückkehr

  • Von Alfred Hackensberger, Tanger
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Das Drama um die Bürgerrechtlerin Aminatou Haidar aus der Westsahara hat ein Ende. Nach einem einmonatigen Hungerstreik auf der Kanaren-Insel Lanzarote durfte sie in der Nacht zum Freitag in ihre Heimat zurückkehren. Marokko, das die 43-Jährige im November nach Spanien abgeschoben hatte, erlaubte ihr »aus humanitären Gründen« die Einreise. Eine spanische Maschine brachte Haidar nach El Aioun.

Um 23.23 war es endlich soweit. Die Lazarettmaschine, die der spanische Entwicklungsdienst zur Verfügung gestellt hatte, startete vom Flughafen in Arrecife Richtung El Aioun. An Bord Aminatu Haidar, die Aktivistin für Menschenrechte und Unabhängigkeit in der Westsahara, begleitet von ihrer Schwester Laila und Martin de Guzman, dem leitenden Arzt des Hospital Insular. Für diesen Moment hatte Haidar 32 Tage lang auf dem Gelände des Flughafens von Lanzarote gehungert. Zuerst mitten in der Abflughalle, später unmittelbar neben dem Busparkplatz.

Pilar del Rio, die Frau des Schriftstellers Jose Saramago, erhielt als erste die gute Nachricht durch einen Anruf des spanischen Regierungschefs Jose Luis Rodrigez Zapatero. »Dies ist ein Sieg für die Menschenrechte, für internationales Recht und Gerechtigkeit sowie für die saharouische Sache«, sagte Aminatu Haidar sichtlich zufrieden, bevor sie das Krankenhaus Richtung Flughafen verließ. In der Nac...

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