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Anleihen bei den Rechtsextremen

Frankreichs Konservative streiten über ihren Kurs zu den bevorstehenden Regionalwahlen

  • Von Ralf Klingsieck, Paris
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Mit einer großen Debatte über »Nationale Identität« wollen Frankreichs Rechtskonservative im kommenden Jahr Wählerstimmen holen. Doch die Kritik an diesem Vorhaben wächst.

Haben Präsident Nicolas Sarkozy und seine Berater aufs falsche Pferd gesetzt? In der Regierungspartei UMP werden immer mehr Stimmen laut, wonach der für die Regionalwahlen im März 2010 eingeschlagene Kurs möglicherweise »frontal gegen die Wand« führt, wie es ein Abgeordneter formulierte. Nicht zuletzt um Wähler der rechtsextremen Front National anzuziehen, hat die UMP auf die Themen nationale Identität, Einwanderung und innere Sicherheit gesetzt. Dass Expremier Dominique de Villepin fordert, »diese falsche Debatte« zu stoppen, »die man angesichts der Lage, in der sich unser Land heute befindet, niemals hätte beginnen dürfen«, kann nicht verwundern – Villepin und Sarkozy sind einander spinnefeind. Doch selbst Gérard Longuet, UMP-Fraktionsvorsitzender im Senat, zweifelt am Nutzen der Debatte. Die Regierungskoalition gerate damit in ein »zweifelhaftes Licht«. Sein Parteifreund François Baroin erklärte, die Identitätsdebatte appellie...


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