Werbung

Siedlungsprojekt für Ost-Jerusalem gebilligt

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas verurteilt jüdische Neubauten

Im umstrittenen Osten der Stadt haben die Jerusalemer Behörden ein jüdisches Siedlungsprojekt genehmigt.

Jerusalem (AFP/ND). Die Baubehörde habe dem Bau von vier Wohnhäusern in der Nähe der jüdischen Talmudschule Beit Orot in Ost-Jerusalem zugestimmt, sagte ein Behördensprecher am Dienstag. Ein Sprecher von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas verurteilte das Vorhaben.

Das Projekt für den Bau von insgesamt 24 Wohnungen sei nicht neu, sagte der Behördensprecher. Es handelt sich um ein Bauprojekt der Familie von Irving Moskowitz, einem jüdischen US-Geschäftsmann, der sich die Förderung der jüdischen Besiedlung Ost-Jerusalems zur Aufgabe gemacht hat. Der Sprecher von Abbas sprach von einer »Kampfansage« an die internationale Gemeinschaft. Das Bauprojekt laufe den Versuchen zuwider, den Nahost-Friedensprozess wieder in Gang zu bringen. Auch der palästinensische Chefunterhändler Sajeb Erakat verurteilte die Entscheidung, neue Wohnungen für jüdische Siedler in Ost-Jerusalem zu bauen.

Mahmud Abbas hatte nach einem Treffen mit Ägyptens Präsident Husni Mubarak in der ägyptischen Küstenstadt Scharm el Scheich am Montag gesagt, er sei bereit zu Friedensverhandlungen mit Israel. Bedingung sei jedoch ein vollständiger Baustopp für die jüdischen Siedlungen.

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser:innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede:n Interessierte:n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor:in, Redakteur:in, Techniker:in oder Verlagsmitarbeiter:in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung