Irmtraud Gutschke 07.01.2010 / Literatur

Zauberblick

Illustration: Linde Kauert
Dass Literatur oft aus Literatur entsteht und nicht nur aus selbst Erfahrenem – man weiß es. Und doch ist es verwunderlich, konkret zu erleben, wie sich in einem Werk ein anderes verwurzelt, das ohne diesen Nährboden nicht wachsen könnte, wie es zu einem eigenen Wesen wird.

»Als Eva 8 war« von Günther H. W. Preuße handelt nicht von irgendeinem Kind, sondern von Eva Strittmatter, deren Gedichte und Prosatexte der Autor in einem Maße verinnerlicht hat, dass es scheint, er würde über seine eigenen Erinnerungen sprechen. Kurios ist es für mich, Details aus meinen Gesprächen zum Band »Eva Strittmatter. Leib und Leben« wiederzufinden: das Buch im Puppenwagen, die Quastenschnur neben Großmutters Bett, das glückliche Liegen mit aufgeschlagenem Knie, das Bootshaus der Familie des »Malermeisters« gegenüber – ich denke doch, es ist ein Maurermeister gewesen – das grüne Dämmerlicht, der Teergeruch.

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