Alle Jahre wieder in Wildbad Kreuth

CSU-Klausur: Man schaut in die Zukunft und verliert Vergangenes allzu gern aus dem Blick

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Bedeckt, minus 4 Grad Celsius, leichter Westwind. Das Tief hat Bestand. Unter den Bedingungen zelebriert die CSU-Bundestagsgruppe in Wildbad Kreuth ihre alljährliche Klausur.

»Same procedure as every year«?

Warum nur erinnert alles an »Dinner for one«?! Immerhin will die CSU bei der Klausur, die noch bis zum Freitag geht, den Blick in die Zukunft richten. Doch genau das ist es ja: Seitdem die CSU 1976 – nach einer dritten Bundestagswahlschlappe der Union – selbstbewusst beschloss, die Fraktionsgemeinschaft mit der CDU aufzukündigen, stapfen die CSU-Chefs und -Landesgruppenmitglieder jeden Januar zukunftstrunken zum Haus der Hans-Seidel-Stiftung. Der jahreszeitlich bedingte hohe Schnee südlich des Tegernsees ist dann bereits von Journalistenhorden breitgetreten.

Deren Anwesenheit könnte einmal wichtig gewesen sein, denn einst gab Franz Josef Strauß das Schrittmaß an. Später hinterließ Friedrich Zimmermann Spuren. Die rasch verwehten. Stoiber zeichnete unfreiwillig seinen Weg in die Bedeutungslosigkeit. Nebenbei traf man aufstrebend-kecke CDU-Potentaten wie Jürgen Rüttgers und Christ...


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