Unten links

Umweltschutzverbände fordern wieder verstärkt, was Niedersachsen schon vor Jahren zur gut organisierten Kampagne erhob: »Mäßigung beim Mähen öffentlicher Grünflächen!« Übertriebener Ordnungssinn, ja Rasurwahn dürfe nicht dazu führen, dass sich die Natur in den Städten durch Wachstum nicht mehr kräftigen und beruhigen könne. Endlich ein Plan, bei dem man sich Politik und andere gesellschaftliche Kräfte als willige Partner vorstellen kann: Allerorten gibt es Interesse, dass über irgendetwas Gras wächst. Bald wird freilich so viel am Boden liegen, dass der Rasenteppich, unter den man die Wirklichkeit so gern »kehren« möchte, dicker sein müsste als das Werk des SPD-Dichters Günter Gras. Daher sollten Wiesen geschont, aber vielleicht die Getreidefelder rigid gemäht werden. Denn wie es mit dem Sozialstaat so weiterzugehen scheint, zielt der allgemeine Wunsch demnächst nicht mehr darauf, nach dem Grashalm zu greifen, sondern nur noch nach dem Strohhalm. hades

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