Werbung

Alpenverein warnt bayerische Staatsregierung

Fortsetzung des Raumschutz-Programms zum Erhalt der Hochgebirgsnatur gefordert

München (dpa/ND). Der Deutsche Alpenverein (DAV) hat die bayerische Staatsregierung vor einer Abschaffung unbefristet geschützter Räume in den Alpen gewarnt. Angesichts der Pläne für ein komplett neues, kürzeres bayerisches Landesentwicklungsprogramm fürchte der Verband eine Änderung des zugehörigen Alpenplanes, sagte DAV-Präsident Heinz Röhle am Montagabend in München. Der Plan, der seit mehr als 30 Jahren die bayerische Alpenregion in Ruhezonen, Pufferzonen und Erschließungszonen gliedert, trage wesentlich zum Schutz der Natur bei. »Das ist ein Plan mit Vorbildcharakter«, betonte Röhle. Derzeit sei der DAV mit Partnerverbänden unter anderem in Österreich und Südtirol in Kontakt, um ein ähnliches Konzept dort umzusetzen.

Der Alpenplan lege verbindlich fest, welche Gebiete unantastbar zu bleiben haben. Unter anderem sei aufgrund des Alpenplanes am Riedberger Horn im Allgäu die umstrittene Verbindung zweier Skigebiete verhindert worden.

»Die Alpen sind neben dem Wattenmehr das letzte zusammenhängende Groß-Ökosystem in Mitteleuropa«, betonte Röhle. Die Staatsregierung hatte im Dezember angekündigt, das Landesentwicklungsprogramm komplett neu zu schreiben. Im Landesentwicklungsprogramm sind die Richtlinien für Verkehrs-, Wirtschafts- und sonstige Planungen der Staatsregierung festgelegt. Sowohl Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) wie auch die FDP finden das bisherige Programm zu bürokratisch. Auch manche Bürgermeister klagen, weil das Landesentwicklungsprogramm Einschränkungen für große Einkaufszentren auf dem Land enthält. Der DAV hat derzeit mehr als 850 000 Mitglieder, rund 38 000 mehr als vor Jahresfrist.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln