Mit Kreuz und Segen in den Krieg

Gegen die Zusammenarbeit von Kirche und Bundeswehr regt sich zunehmend Protest

  • Von Michael Schulze von Glaßer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Zum heutigen Soldatengottesdienst im Kölner Dom haben sich die Spitzen aus Politik, Bundeswehr und Kirche angekündigt. Doch gegen gemeinsame Veranstaltungen von Kirche und Militär macht seit Jahren die Friedensbewegung mobil.

Ein Bundeswehr-Hubschrauber landet während einer Werbeveranstaltung vor dem Dom in Münster.

Zum »33. Internationalen Soldatengottesdienst« lädt Kardinal Joachim Meisner heute in die Domstadt am Rhein. Den rund 1500 deutschen und ausländischen Soldaten und der politischen Führung – darunter auch Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg (CSU) – soll für ihr militärisches Engagement der Segen ausgesprochen werden: »Einem gottlobenden Soldaten kann man guten Gewissens die Verantwortung über Leben und Tod anderer übertragen, weil sie bei ihm gleichsam von der Heiligkeit Gottes abgesegnet sind«, so Kardinal Meisner bei einem der vergangenen Kölner Soldatengottesdienste. 1996 sprach Meisner die Soldaten mit dem Satz »In betenden Händen ist die Waffe vor Missbrauch sicher« von jeglichem Skrupel frei.

Ungestört sind Kirche und Militär bei ihren Zeremonien mittlerweile nicht mehr. In Köln gibt es bereits seit Jahren Proteste von Friedensaktivisten gegen den Soldatengottesdienst. Auch in diesem Jahr soll es wieder Ak...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.