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Bangen in der »Straße der Wunder«

In Haiti liegen nach dem schweren Nachbeben vielerorts die Nerven blank Die Sicherheitssituation hat sich weiter verschlechtert – auch für die Helfer

  • Von Hans-Ulrich Dillmann, Port-au-Prince
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Fast zehn Tage nach dem schweren Erdbeben in Haiti suchen tausende Menschen weiter nach Überlebenden. Nach dem Jahrhundertbeben fanden Rettungskräfte in den Trümmern anfangs vereinzelt noch immer Lebende – das wird immer seltener.

Drei Minuten nach 6 Uhr bebte am Mittwochmorgen die Erde in Haiti erneut. Halbbekleidete Menschen liefen auf den Flur und in den Hof des Hotelgebäudes in Berthé. Der Stadtteil von Pétionville liegt oberhalb der haitianischen Hauptstadt. »La Resèrve« hat 25 Zimmer, inzwischen finden darin aber jede Nacht rund 80 Personen Unterkunft, die Duschen werden wechselseitig benutzt. Die Mehrzahl der Journalisten und medizinischen Helfer von »Ärzte ohne Grenzen« schlafen seit Tagen auf dem harten Boden des Parkplatzes oder im Garten. In riesigen Zelten kampieren Ärztinnen, Anästhesisten, Krankenhelfer auf dünnen Isomatten. Luxus sieht anders aus.

Wasser gibt es nur stundenweise

Das Stromaggregat war mit lautem Getöse gerade angesprungen. Endlich floss wieder Wasser, das es zurzeit nur noch stundenweise gibt. Das Beben war ein kurzer, harter Schlag, der sich in kleinen Wellen davonschlich. 20 Minuten später nahm das Leben der Hotelgäste wieder sei...


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