Werbung

Haiti: Die Wege für Hilfsmaßnahmen sind frei

Fünf Transportrouten an Land aufgebaut / Flughafen und Seeweg offen / Täglich 150 Landungen

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Im Erdbebengebiet von Haiti machen die Hilfsmaßnahmen langsam Fortschritte. Tausende Menschen warten aber immer noch auf Lebensmittel, medizinische Versorgung und Notunterkünfte. Die USA senden weitere Soldaten.

Port-au-Prince/Hamburg (dpa/ ND). Bei der Hilfe für die Erdbebenopfer in Haiti hält UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die Anfangsprobleme neun Tage nach der Katastrophe für überwunden. »Mittlerweile haben wir ein sehr effektives System aufgebaut, um Engpässe zu umgehen«, sagte Ban am Mittwochabend (Ortszeit) in New York nach einem Gottesdienst für die Toten in Haiti.

Ban berichtete von Fortschritten bei der Verteilung der Hilfsgüter. »Wir haben an Land fünf Transportrouten aufgebaut und die Flughafenkapazität erhöht. Was auch immer an Hilfsgütern ankommt, hat jetzt absolute Priorität.« Mittlerweile stehe den Helfern auch der Seeweg offen.

Unterdessen ging die Suche nach Überlebenden weiter. Nach dem Jahrhundertbeben, bei dem womöglich bis zu 200 000 Menschen starben, fanden Rettungskräfte in den Trümmern noch immer Lebende. So konnten spanische Helfer eine 14-Jährige aus ihrem eingestürzten Haus retten. UN-Nothilfekoordinator John Holmes zufolge sind seit dem Beben am 12. Januar etwa 120 Überlebende geborgen worden. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes werden noch vier Deutsche vermisst. Nach bisherigen Erkenntnissen kamen bei dem Beben vermutlich drei Deutsche ums Leben. Zwei mutmaßlich deutsche Tote müssten noch identifiziert werden.

Insgesamt wurden nach Angaben der EU-Kommission bisher etwa 80 000 Erdbebenopfer beerdigt. Die Zahl der Obdachlosen liege bei zwei Millionen.

Das Deutsche Rote Kreuz schickte bis zum heutigen Freitag von Berlin aus zwei weitere Hilfsflüge und ein mobiles Hospital nach Haiti. Nach UN-Angaben landen inzwischen täglich 150 Flugzeuge in Port-au-Prince.

Die Vereinten Nationen wollen die Menschen im Erdbebengebiet für das Aufräumen bezahlen. Ziel des »Cash-for-Work«-Programms («Bares für Arbeit«) sei, bis zu 220 000 Menschen zu beschäftigen. Die Helfer sollen vor allem Trümmer wegräumen und Straßen reparieren. Dafür sollen sie fünf Dollar am Tag bekommen. Der Internationale Währungsfonds fordert eine Art Marshall-Plan für Haiti. Seite 3

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!