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Kunstpreis an Grzymala

Hans-Platschek-Auszeichnung für Berliner Künstlerin

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(dpa). Die Künstlerin Monika Grzymala aus Berlin erhält in diesem Jahr den Hans-Platschek-Preis für Kunst und Schrift. Die gebürtige Polin wird nach Angaben der Veranstalter vom Dienstag zum Auftakt der Kunstmesse art KARLSRUHE am 4. März mit der Auszeichnung gewürdigt. Bekannt ist die ausgebildete Steinbildhauerin vor allem für ihre Kunstwerke im Raum, die sie mit Papier und buntem Klebeband fertigt. Der Platschek-Preis ist mit 5000 Euro dotiert und wird zum dritten Mal verliehen. Zur Premiere vor zwei Jahren war der Lyriker und Cartoonist F. W. Bernstein ausgezeichnet worden, 2009 erhielt der Hamburger Künstler Friedrich Einhoff den Preis.

Die Auszeichnung erinnert an den deutschen Maler und Publizisten Hans Platschek (1923-2000), der seine Heimat auf der documenta in Kassel und auf der Biennale in Venedig vertrat. Bekannt wurde Platschek auch als Kritiker und Autor unter anderem von »Über die Dummheit in der Malerei«. Mit dem Hans-Platschek-Preis der gleichnamigen Stiftung werden nach art-Angaben experimentierfreudige Künstler ausgezeichnet.

Der einzige Juror Axel Hecht wählte die 1970 im polnischen Zabrze geborene Künstlerin Grzymala aus. »Sie kann mit schwebenden Linien auf selbstgeschöpften Papieren einen lyrischen Kosmos entwerfen oder mit leuchtenden Farbbändern in geschlossenen Räumen lichte Wirbel, kraftvoll stürzende Wasserfälle oder wundersame Stürme inszenieren«, sagte der Gründer und langjährige Chefredakteur des Hamburger Kunstmagazins »art«. »Souverän und fantasievoll, wie kaum jemand zuvor, hat sie die Befreiung der Zeichnung vorangetrieben.«

Grzymala wuchs in Deutschland auf und lebt inzwischen in Berlin. Sie studierte unter anderem in Karlsruhe, Kassel und Hamburg. Außerdem unterrichtet sie an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. Bekannt sind unter anderem Grzymalas oft farbintensiven Raumzeichnungen, die sie mit teils kilometerlangen Klebebändern und Seilen anfertigt.

Auf der art Karlsruhe präsentieren in diesem Jahr mehr als 200 Galerien aus zwölf Ländern Malerei, Grafik, Fotografie und Plastik der Klassischen Moderne und der Gegenwartskunst.

www.art-karlsruhe.de

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