Ein Bündnis für den ökosozialen Umbau

Weltsozialforum debattiert Konzepte gegen Folgen von Wirtschaftskrise und Klimawandel

  • Von Gerhard Dilger, Porto Alegre
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Welt steht Kopf – darin sind sich die meisten Teilnehmer des Weltsozialforums einig. Das Wort von der »Zivilisationskrise«, das angesichts der Turbulenzen in der Weltwirtschaft und des Klimawandels bereits vor einem Jahr in Belém die Runde machte, kommt auch gestandenen Sozialdemokraten wie Ivar Pavan mühelos über die Lippen. Der Abgeordnete der Arbeiterpartei (PT) sprach das Grußwort zum ersten Teil des Strategieseminars im Landtag von Rio Grande do Sul, dem südlichsten Bundesstaat Brasiliens.

Derzeit habe das Finanzsystem Vorrang vor der »Realwirtschaft« und der Umwelt, analysiert Susan George, nun gelte es, die Reihenfolge dieser »konzentrischen Kreise« umzudrehen. Der »New Green Deal«, der ihr vorschwebt, hat die Vergesellschaftung der Banken zum Ausgangspunkt. Geld für den ökosozialen Umbau der Welt gäbe es genug, rechnet die Attac-Denkerin vor: »Das Vermögen der reichsten 8,5 Millionen Menschen der Welt beläuft sich auf...

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