START zu einer langen Reise

Auch nach einem neuen russisch-amerikanischen Abrüstungsvertrag bleibt noch viel zu tun

  • Von Wolfgang Kötter
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Die russisch-amerikanischen Verhandlungen über ein neues Abkommen zur weiteren Reduzierung der strategischen Atomwaffen haben nach der Pause zum Jahreswechsel in Genf wieder begonnen. Beide Seiten verbreiten Optimismus über einen baldigen Nachfolgevertrag für den im Dezember ausgelaufenen START-Vertrag (Strategic Arms Reduction Treaty). »Die Ziellinie ist in Sicht«, verkündet US-Außenamtssprecher Philip Crowley, und auch in Moskau erwartet man einen Abschluss »in nächster Zeit«.

Grundsätzlich hatten sich die Präsidenten Obama und Medwedjew schon im Sommer darauf geeinigt, die Zahl der nuklearen Gefechtsköpfe jeweils auf bis zu 1500 und deren Trägermittel auf bis zu 500 zu reduzieren. Schließlich werden es wohl eher so um die 700 sein, wobei die USA wahrscheinlich einige der für nichtnukleare Missionen vorgesehenen U-Boote und Langstreckenbomber nicht mitzählen müssen. Russland konnte erreichen, dass die Kontrollen vereinfacht, teilweise gelockert und die permanente Inspektion von Produktionsstätten beendet werden. Nach über 20 Jahren Präsenz sind die US-Inspektoren aus der russischen Raketenschmiede in Wotkinsk bereits abgereist.

Zwar sollte der Vertrag eigentlich bereits Ende vergangenen Jahres vorliegen, aber zum Schluss reichte es dann doch nicht, die politischen und komplizierten technischen Probleme rechtzeitig zu lösen. Dem Vernehmen nach soll der Austausch telemetrischer Angaben von Raketentests Hauptst...


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