Den Angeboten folgt das Schweigen

Jemen: Sowohl Regierung als auch Houthi-Rebellen senden zweideutige Signale aus

  • Von Karin Leukefeld
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Unter bestimmten Bedingungen will die Regierung in Jemen auf ein Waffenstillstandsangebot der Houthi-Kämpfer im Norden des Landes eingehen. Wie der Nationale Verteidigungsrat am Sonntag in Sanaa mitteilte, sei man bereit, die Operation »Verbrannte Erde«, die die jemenitische Armee Anfang August 2009 gegen die Bewegung im Norden gestartet hatte, einzustellen – wenn die Houthis alle Forderungen erfüllten.

Verlangt werden der Abzug aller Houthi-Kämpfer aus öffentlichen Gebäuden, die Öffnung der Verbindungsstraßen zwischen der Hauptstadt Sanaa und dem Norden, die Freilassung aller gefangenen Soldaten und Staatsbediensteten sowie eine Rückgabe von Waffen, die während der Kämpfe erbeutet worden waren. Außerdem müsse die Bewegung sich verpflichten, künftig nicht wieder in das benachbarte Saudi-Arabien einzudringen. Seit November hatte die saudische Armee in die Kämpfe eingegriffen. Nach Angaben der Houthi-Bewegung hatte Saudi-Arabien zuvor Stützpunkte im Grenzgebiet für Angriffe der jemenitischen Armee geöffnet. Sollten die Houthis die genannten Bedingungen akzeptieren, könne der Militäreinsatz nach einem vorher festgelegten Verfahren beendet werden, erklärte der Verteidigungsrat unter Vorsitz von Präsident Ali Abdullah Saleh.

Bis auf die Verpflichtungserklärung hinsichtlich saudischen Territoriums sind die Forderungen der Regierung nicht ne...


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