Eine Welt des absurden Spiels

»Hitlerine« im Berliner Prater – herzhaftes Lachen über eine gescheiterte Diktatorin

  • Von Tom Mustroph
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Anne Tismer zaubert ein fröhliches Lachen in die Gemüter des Theaterpublikums. Das ist bemerkenswert, denn das fröhliche Lachen ist ein seltener Gast vor und hinter der hiesigen Bühnenrampe. Wenn gelacht wird, dann entweder in der fast fauchenden, gepresst-zynischen Variante oder in der überlauten Art, bei der Handflächen und Oberschenkel als Kollisionsinstrumente mitbenutzt werden.

Nein, im Prater, bei der Produktion »Hitlerine«, wird man zum herzhaften Lachen angesteckt, wenn Anne Tismer über das Pappmobil flucht, dass sie bis in ein atopisch-zeitloses Afrika gebracht hat. Man lacht, wenn Hitlerine als gescheiterte Diktatorinnenanwärterin den in der Prater-Wüste angerichteten Saustall aufräumen will, sich mit dem zugelaufenen Eingeborenen Marcel (Christian Sengewald) handgreiflich über Frühstückssitten zankt oder als überforderte Kolonisationsreiseleiterin mit ihrer Tochter Angelika (die von ihrer wirklichen Tochter Okka Hungerbühler...


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