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Leere Flächen, zugeparkt

Das gesamte Bundesland Sachsen-Anhalt wird zum Schauplatz der Internationalen Bauausstellung 2010

  • Von Uwe Kraus
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

In Sachsen-Anhalt sinkt die Einwohnerzahl und die Städte werden umgebaut. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und den Umbau zukunftsorientiert zu gestalten, stellen 19 Städte im Rahmen einer Bauausstellung ihre Konzepte vor.

Wenig attraktive Lösung für die Ausfüllung der in den meist schrumpfenden Städten Sachsen-Anhalts entstandenen Leere: Ein großer Parkplatz in Halberstadt

Bis zum Frühjahr 1990 fiel der Halberstädter Düsterngraben dem Flächenabriss zum Opfer. Zerfallen und desolat, »zuweilen entfernte man schon einige Dachziegel, um den Verfallsprozess zu beschleunigen«, erinnerte sich der im Jahr 2007 verstorbene Künstler und Kommunalpolitiker Johann-Peter Hinz. Er war Mitbegründer der Initiative »Sanierung statt Abriss« in der historischen Fachwerkstadt. Im Düsterngraben sollten dank Wohnungsbauprogramm industriell gefertigte Plattenbauten wachsen, so wie in vielen ehemaligen Gassen der Altstadt oder am Stadtrand, der Kuhwiese, die damals Ernst-Thälmann-Ring hieß. 20 Jahre später hat die Kuhwiese das erreicht, was dem Düsterngraben widerfuhr: Rückbau nannte man den steuerbegünstigten Plattenabriss. Und noch etwas eint beide Flächen heute: bauliche Leere.

Das Phänomen leerer Flächen

Anfang der neunziger Jahre setzten die Sieger des internationalen Wettbewerbs für Architektur und Stadtplanung »EUROPAN« f...


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