André Anwar, Stockholm 05.02.2010 / Ausland

Taschenspielertricks mit Islands Krone

Betrüger nutzten Regelungen nach Finanzkrise

2009 sollen vier Isländer die künstlich gehaltenen Notstandswechselkurse auf der Insel ausgenutzt und sieben Prozent aller im Umlauf befindlichen Kronen zu den gedrückten Wechselkursen in Auslandswährungen umgetauscht haben.

Nicht nur die Milliardenforderungen der Deutschen Bank an Island sorgen dieser Tage für große Aufregung in Reykjavik. Fast zeitgleich erschüttert ein weiterer Skandal die seit dem Zusammenbruch der Banken in der Finanzkrise vor gut einem Jahr völlig am Boden liegende Vulkaninsel. Laut isländischer Polizei haben vier in Großbritannien wohnhafte Isländer mit Hintermännern in der schwedischen Hauptstadt Stockholm seit Februar letzten Jahres 13 Milliarden isländische Kronen zu einem weit über dem Marktwert liegenden Preis in ausländische Währungen umgetauscht und sich so illegal und auf Kosten Islands enorme Gewinne verschafft. Drei der Männer sitzen nun in Haft.

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