Nicht in der Vereinigungs-Werkstatt

Ypsilanti und Wagenknecht entdecken in einem Varieté in Halle nur eine punktuelle Nähe

  • Von Hendrik Lasch
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Pikantes Duell: Die SPD-Linke Andrea Ypsilanti und die Kommunistin Sahra Wagenknecht trafen sich in Halle. An und ab kamen sich beide nahe, meist wahrten sie aber freundliche Distanz.

Eines wollte Roland Claus gleich zu Anfang klargestellt wissen. Die Gesprächsreihe, zu der er als Ost-Koordinator der LINKEN im Bundestag seit vier Jahren einlade, sei zwar eine »Werkstatt für bessere Vereinigung«. Dabei aber gehe es um die Annäherung von Ost und West. Mit Blick auf seine Gäste an diesem Abend, die hessische SPD-Linke Andrea Ypsilanti und Sahra Wagenknecht, die Sprecherin der Kommunistischen Plattform in der LINKEN, fügte er hinzu, man wolle »nicht an neuen Regierungen basteln – und schon gar nicht an neuen Parteien«.

Die Anmerkung schien notwendig; schließlich waren nicht zuletzt die medialen Erwartungen an die Runde im plüschigen Saal des Hallenser Varietés am Steintor hoch. Die »Morgenröte einer rot-roten Annäherung« wird schließlich seit Wochen beschworen; nur zwei Tage vor dem Termin in Halle waren zudem Pläne für eine linke Denkfabrik vorgestellt worden, an der neben Ypsilanti auch LINKE-Vize Katja Kipping ...

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