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Profitable Pandemiewarnung

Europarat zweifelt an WHO-Entscheidungen zur Schweinegrippe

  • Von Ulrike Henning
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Wie konnte ein inzwischen als recht harmlos eingeordnetes Grippevirus die größte Impfkampagne aller Zeiten auslösen? In die länger werdende Reihe der Kritiker der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Sachen Schweinegrippe reihte sich vergangene Woche auch der Europarat in Strasburg mit einer Anhörung ein.

Angeregt vom Arzt und ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Wolfgang Wodarg befragte der Gesundheitsausschuss des Europarates Vertreter von WHO und Pharmaindustrie zu heiklen Punkten der Schweinegrippekampagne. Experten und Abgeordnete warfen der UN-Organisation vor, die Influenza voreilig zur Pandemie erklärt zu haben. Nach Ansicht des Medizinprofessors Ulrich Keil von der Universität Münster habe dies zu hysterischen Reaktionen bei Regierungen und Medien geführt.

Luc Hessel von der europäischen Vereinigung der Impfstoffhersteller bestätigte, dass es bereits vor Ausrufung der Pandemie durch die WHO im Juni Verträge mit einzelnen Regierungen für den Ankauf von Impfstoffen gegeben hatte. Bei Ausbruch einer Pandemie gebe es keine Zeit für Verhandlungen. Nach seiner Auffassung reagierte die Pharmaindustrie »völlig transparent« auf die Forderungen aus der Politik. Keiji Fukuda, WHO-Grippe-Experte, wies in Straßburg zunächst alle Anschuldigu...


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