Verlierer Juschtschenko bleibt nicht untätig

Heldenehrung ruft heftige Proteste hervor

Die erste Wahlrunde am 17. Januar habe einen Verfall der demokratischen Werte gezeigt, klagte Viktor Juschtschenko nach seiner Niederlage: Ganze 5,5 Prozent der Wähler wollten dem derzeitigen Präsidenten eine zweite Amtszeit zubilligen.

Die Ukrainer hätten »Brot, Speck und tauben Blüten« den Vorzug vor der Demokratie gegeben, beschwerte sich der enttäuschte Held der »Orange Revolution« – getreu dem Motto: »Wer mich nicht wählt, ist kein Demokrat.« Der »zeitweilige Verlust« könne jedoch zum Impuls für eine »Konsolidierung der nationalen Kräfte« werden, hoffte Juschtschenko und ernannte tags darauf den höchst umstrittenen Nationalisten Stepan Bandera (1909-1959) posthum zum »Helden der Ukraine«. Bandera, der im Westen des Landes als Vorkämpfer der Unabhängigkeit gilt, wird im Osten als Nazikollaborateur und Verantwortlicher für die Ermordung zehntausender Menschen verachtet.

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: