Afghanistan: Platte Sprüche zur Polizeiausbildung

Beamte kritisieren Bundesregierung – sie verspricht viel und fördert doch nur Konzeptionslosigkeit

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Statt 123 sollen demnächst 200 deutsche Polizisten in Afghanistan Kollegen ausbilden. Das ist Teil der neuen Afghanistan-Strategie. Übergabe in Verantwortung überschreibt die Bundesregierung das – und wird dabei ihrer eigenen Verantwortung nicht gerecht, klagen Beamte.

77 Ausbilder mehr sollen helfen, in den nächsten drei Jahren 15 000 afghanische Polizisten auszubilden. Zunehmend »in die Fläche« will man gehen. Freilich nur in Gebieten, die sicher sind. Klar weiß man im Bundesinnenministerium, dass es die nicht gibt. Daher setzt man seit Anfang 2009 zusätzlich auf die Kooperation mit der Bundeswehr. »Focused District Development (FDD) – sogar einen Namen hat man gefunden, damit alles so ausschaut, als folge es einem durchdachten Programm.

Angeblich sind die Ausbildungsmodule der sogenannten Polizei-Mentoren-Teams (PMT) inhaltlich klar abgegrenzt zwischen Polizisten und Feldjägern. Teilnehmer kritisieren, dass natürlich – nicht nur in der äußeren Darstellung – Konturen zwischen ziviler Polizei- und militärischer Ausbildung verwischen.

Da nicht sein kann, was nicht sein darf, ließ sich Ole Schröder, Staatssekretär im Bundesinnenministerium, auf diese Diskussion nicht ein, als er in d...

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