Rumänien ist kein Land für Kranke

Nur drei von 431 staatlichen Krankenhäusern entsprechen dem europäischen Standard

  • Von Denis Grigorescu, Bukarest
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Das rumänische Gesundheitssystem wird von der Regierung vernachlässigt. Lediglich 3,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) werden für die Gesundheitsversorgung aufgewendet. Wer es sich leisten kann, flieht deshalb zur Behandlung nach Ungarn. Auch das medizinische Personal verlässt Rumänien.

Rumänien ist schön, von seinen Landschaften bis hin zur freundlichen Lebensart. Wer allerdings auf Dauer hier leben möchte, sollte eines mitbringen: Gesundheit. Denn Rumänien ist kein Land für kranke Menschen. Krankwerden ist in Rumänien gefährlich. Vor allem für jene Rumänen – die Mehrheit im Lande – die mit weniger als 200 Euro im Monat auskommen müssen. Denn Kranksein ist teuer, die Kliniken schlecht und die Behandlung mangelhaft. Den Ausflug zur Behandlung etwa nach Ungarn können sich nur wenige leisten.

Die meisten der 431 staatlichen Krankenhäuser in Rumänien könnten als Szenarien für Gruselfilme dienen. Gerade einmal drei der Kliniken entsprechen dem Standard in der Europäischen Union, der Rumänien angehört. Das gibt selbst Gesundheitsminister Ion Bazac zu. Die drei Ausnahmekrankenhäuser sind die Floreasca-Klinik in Bukarest, das Onkologische Institut in Cluj und das Herz-Institut in Targu Mures.

Seit drei Jahren ist R...

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