Traumreise im Schlafrock

»Peer lügt!« in der Neuköllner Oper

  • Von Lucía Tirado
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Irgendwann droht der Verstand, ihn zu verlassen. Mühsam versucht er, sich an den Namen seiner Liebsten zu erinnern. Er hört Stimmen und unterhält sich mit einem Föhn und einer Wärmflasche. An dieser Stelle in Henrik Ibsens auf einem Märchen basierenden 1876 uraufgeführten Werk »Peer Gynt« ist der Titelheld in einem Kairoer Irrenhaus gelandet. 30 Jahre sind vergangen, seit er Solvejg in Norwegen zurückließ. Nun ist er ganz unten, kann da bleiben oder sich vom Boden abstoßen und neu ansetzen, wenn er die Kraft dafür findet.

Mit Solvejgs Worten »Das lügst Du, Peer!« beginnt Ibsens Werk. Die Inszenierung von Volker Schmidt in der Neuköllner Oper, die nach der Gedicht-Urfassung entstand, konzentriert sich schon im Titel auf die Aussage: »Peer lügt!« Zu erleben ist eine 75-minütige innere Reise, in der sich der junge und der alte Peer begegnen. Ein Traum, der für Peer mit fesselnden erotischen Verlockungen beginnt und aus dem er neben Solvej...


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