Krisengewinner Jugendherberge

Sachsen-Anhalts DJH-Häuser konnten im vergangenen Jahr ihre Position ausbauen

  • Von Marco Schulze, dpa
  • Lesedauer: 2 Min.

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Die Jugendherbergen in Sachsen-Anhalt hatten 2009 so viele Übernachtungsgäste wie nie zuvor. Sie verzeichneten über zwei Prozent mehr Gäste als im Vorjahr.

Magdeburg. Verlierer der Wirtschaftskrise gibt es überall, die Jugendherbergen sehen sich als Gewinner: »Uns hat die Krise im vergangenen Jahr positiv in die Karten gespielt«, sagt der Landesgeschäftsführer des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH), Hans- Walter Düsel. Die 18 Häuser in Sachsen-Anhalt verzeichneten 2009 mit 314 000 Übernachtungen über zwei Prozent mehr Gäste als im Vorjahr. Damit sind sie gefragt wie nie. Durchschnittlich 2,4 Tage verweilten vor allem Schulklassen, Verbände und Vereine in den Jugendherbergen. »Ich glaube, dass die Jugendherbergen nicht nur gebucht werden, weil sie billig sind, sondern weil sie Inhalte bieten«, begründet Düsel den leichten Aufwärtstrend.

Spitzenreiter Wernigerode

Mit 88 000 Übernachtungen seien es 2009 vor allem Schulklassen gewesen, die in die Herbergen kamen. Die Spitzenposition in Sachsen-Anhalt belegte mit einer 50-prozentigen Auslastung die Jugendherberge in Wernigerode. Das Haus, das sich auf Musikgruppen spezialisiert hat, zählte im vergangenen Jahr mehr als 43 000 Über- nachtungen.

Mit jährlich rund 10 000 Über- nachtungen und einer Auslastung von 30 Prozent gehört die Jugendherberge in Gommern (Jerichower Land) zu den kleineren Häusern. »Mit Wernigerode können wir schon deshalb nicht mithalten, weil wir nicht im Harz liegen«, sagt Herbergsleiter André Fippl. Was Gommern einzigartig mache, sei der Gesteinsgarten am Kulk. Dazu komme laut Fippl noch die Bahnanbindung, die Nähe zum Elbe-Radwanderweg sowie eine große Außenanlage.

Im Gegensatz zu einigen anderen Bundesländern sind die Jugendherbergen im Land keiner großen Konkurrenz ausgesetzt, weil es keine preisgünstigen Hostels wie in Berlin oder Hamburg gibt. Sorgen bereitet Düsel aber die Situation in Halle: »Dort haben wir nur 68 Betten und eine schlechte Zimmerstruktur. Für eine Großstadt ist das nicht angemessen.« Das soll sich bald ändern. »Wir planen den Bau einer größeren Herberge. Wenn das Projekt genehmigt wird, werden wir noch in diesem Jahr mit der Errichtung des 240 Betten fassenden Hauses beginnen«, erläutert Düsel. Bereits im Umbau befindet sich die älteste Jugendherberge in Haldensleben. In Falkenstein im Harz ist das Haus wegen Sanierungsarbeiten bis Ende Februar geschlossen.

Angebote an alle

Allerdings wird – schon wegen des Bevölkerungsrückgangs – die klassische Jugendherbergsklientel in Ostdeutschland immer kleiner. »Während Schulklassen im gesamten Bundesgebiet 45 Prozent ausmachen, sind es im Osten gerade einmal 30 Prozent«, sagt Düsel. Deshalb müssten andere Altersgruppen für die Jugendherbergen begeistert werden.

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