Gewehre im Handgepäck

Immer mehr Militär am Flughafen Leipzig-Halle: Experten fordern erneuerte Genehmigung

  • Von Hendrik Lasch, Dresden
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Wie viel militärische Nutzung verträgt ein ziviler Flughafen? Die Frage stellt sich in Leipzig, wo bereits jeder fünfte Passagier US-Soldat ist.

Als in den 90er Jahren der Flughafen Leipzig-Halle ausgebaut wurde, warb ein Schild an der Autobahn für den »Interkontinental-Flughafen«. Das erschien angesichts des sehr überschaubaren Flugplans vermessen. Heute freilich starten und landen regelmäßig Flugzeuge in den Mittleren Osten, nach Asien oder Amerika: Zivile Fluggesellschaften wie World Airways befördern US-Soldaten aus Irak und Afghanistan in den Urlaub und zurück – in großer Zahl. Bei insgesamt 2,4 Millionen Passagieren gab es 2009 allein 545 000 sogenannte Transitpassagiere, mehr als an jedem anderen deutschen Airport. Die weitaus meisten davon waren GIs.

In der Chefetage der Mitteldeutschen Flughafen AG reibt man sich die Hände: Derlei Geschäfte seien »ein wichtiger Pfeiler in Zeiten der Krise«, freut sich Vorstand Markus Kopp. Er fügt aber hinzu, die Verträge seien nicht mit der US-Army geschlossen, sondern mit zivilen Gesellschaften. Das trifft nicht nur für den Sol...

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