Mit dem Elchkopf in den Arbeitskampf

Vattenfall-Beschäftigte gegen Kürzungspläne

Mit dem Elchkopf in den Arbeitskampf

Berlin (dpa/ND). Rund 3000 Beschäftigte des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall haben gegen den drohenden Stellenabbau in Deutschland demonstriert. Mit Elchköpfen in den Händen zogen sie zur schwedischen Botschaft in Berlin, wie die Gewerkschaft ve.rdi am Mittwoch mitteilte. Auf Plakaten prangerten die Demonstranten den geplanten Stellenabbau an. Vattenfall will seine Personalkosten jährlich um bis zu 180 Millionen Euro senken. Dazu sollen bis zu 1500 der etwa 21 000 deutschen Stellen abgebaut und die Einkommen vieler Beschäftigter gekürzt werden. Zentrale deutsche Vattenfall-Standorte sind Berlin, Hamburg und Cottbus.

Die ver.di-Tarifkommission will am Donnerstag über weitere Schritte gegen Vattenfall entscheiden. »Wir sind bereit, uns auf den Konflikt einzulassen, und wir schließen nicht aus, dass wir streiken«, sagte ein Sprecher.

Nach Angaben von ver.di will Vattenfall Dienstleistungssparten auf Tochterunternehmen mit niedrigerem Tarifniveau auslagern und für weitere Dienstleistungsunternehmen eigene Haustarife verhandeln. Die Betroffenen würden dadurch rund 30 Prozent ihrer bisherigen Einkommen verlieren. Für einen Beschäftigten der ehemaligen Bewag mit durchschnittlichem Einkommen könne der Verlust zwischen 8000 und 10 000 Euro pro Jahr betragen.

Vattenfall gab unterdessen bekannt, dass der Konzern 4,5 Millionen Euro in die Klimatisierung von Gebäuden am Potsdamer und Leipziger Platz investieren will. Der Vorstand der Vattenfall Europe Wärme AG, Wolf-Dietrich Kunze, und der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Walter Momper, legten am Mittwoch den Grundstein für den Ausbau einer Kältezentrale bis zum Jahr 2012.

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