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Nazis als Namensgeber

Debatte um den Hamburger Sportverein ETV

  • Von Arndt Prenzel, Hamburg
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Sportplätze der Hansestadt Hamburg tragen nach wie vor Namen von Nationalsozialisten, ohne dass sich trotz wiederholter Debatte etwas daran ändert. In Eimsbüttel sind dies die Julius-Sparbier-Sportplätze und der August-Bosse-Platz; beide nutzt der Eimsbütteler Turnverband (ETV). Im Herbst 2010 will der ETV das 100-jährige Bestehen seines Vereinshauses groß feiern. Eine Gelegenheit zur Besinnung verbunden mit dem Antrag an die Stadt, die Plätze umzubenennen?

Aktuell ging es zunächst wieder einmal um Hakenkreuze am ETV-Haus. Die Klage der Hamburger Bürgerschaftsfraktion der LINKEN gegen die sogenannten Turnerkreuze als hakenkreuzähnliche Symbole wurde dieser Tage von der Staatsanwaltschaft eingestellt. »Wir wollen den ETV nicht in die rechte Ecke gestellt sehen!«, sagte ETV-Chef Frank Fechner. »Mit unschöner Regelmäßigkeit wiederholt sich die öffentliche Diskussion über die Geschichte des ETV in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.«

Dabei ginge es, erklärt Fechner, »um die Turnerkreuze an der Fassade, um den Gedenkstein ›für die gefallenen Kameraden‹ vor dem Haus, um verdiente Vereinsfunktionäre wie August Bosse und Robert Finn und deren Verstrickungen während der Nazi-Zeit«.

Nach einer Demo vor dem ETV-Gebäude im Oktober 2009, an der auch die Auschwitz-Überlebende Ester Bejerano teilnahm, wollte der ETV endlich aktiv werden. »Wir arbeiten derzeit daran, eine Erklärungstafe...


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