Wie lernen Kinder »hirngerecht«?

Der Neurobiologe Gerald Hüther über falsche Lernkonzepte in den Schulen

Wir brauchen eine andere Kultur des Lernens in unseren Schulen, fordert Gerald Hüther (Jhrg. 1951), Professor für Neurobiologie an der Universität Göttingen. Für »Neues Deutschland« sprach Sabine Sölbeck mit dem renommierten Hirnforscher, der seit vielen Jahren die Defizite in der Lernkultur an den Schulen kritisiert.

ND: An vielen Schulen wird noch immer mit traditionellen Vorstellungen von Erziehung und Bildung gelehrt. Zusammenhänge zwischen Schule, Angst und Stress bei Kindern und Jugendlichen werden in der Öffentlichkeit noch immer nicht deutlich anerkannt. Wie lernen Kinder am Besten?
Hüther: Wir wissen, dass Kinder mit einer unglaublichen Offenheit und Entdeckerfreude zur Welt kommen, und wir wissen, dass im kindlichen Gehirn am Anfang riesige Überschüsse an Verschaltungsangeboten bereitgestellt werden. Kinder gehen also mit Gestaltungslust ins Leben hinaus. Wenn dieser Schatz der frühen Kindheit unterwegs verschwindet, haben wir als Erwachsene etwas falsch gemacht. Die Schule ist im Moment der Ort, wo dieser Schatz auf beängstigende Art und Weise verschwindet, als ob man Gold in Blei verwandelt.

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