Wie Konsum nachhaltig werden kann

Neuer Worldwatch-Bericht »Zur Lage der Welt 2010« fordert kulturellen Wandel

  • Von Ulrike Henning
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der 26. Bericht »Zur Lage der Welt« des Worldwatch-Institutes in Washington erschien dieser Tage in Buchform auch in deutscher Sprache. Der Report wird jährlich in etwa 40 Ländern sowie in mehr als 15 Sprachen veröffentlicht. Vorgestellt und diskutiert wurden die Befunde von etwa 60 Wissenschaftlern verschiedener Kontinente am Donnerstagabend bei einer Veranstaltung in der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin.

Kleinwagen, Computer, Kühlschränke für alle knapp sieben Milliarden Menschen auf der Erde? Wir wissen oder ahnen zumindest, dass das nicht möglich ist. Mit welcher Begründung aber ließe sich dieser Lebensstil anderen vorenthalten? Wie könnte der Konsum zurückgefahren werden, wie könnten andere am Reichtum teilhaben, ohne die Welt zu gefährden? Diese Fragen werden angesichts immer neuer Fakten zu Umweltschäden und Klimawandel dringlicher.

Erik Assadourian, einer der Direktoren des Worldwatch-Institutes und Mitautor des Berichtes »Zur Lage der Welt 2010«, stellt sich eine Kulturrevolution vor: Kern des neuen Weltbildes sollte Nachhaltigkeit sein – so wie heute der Gang zu McDonald's oder pinkfarbenes Spielzeug für kleine Mädchen »normal« sind. Dazu müssten Akteure aus vielen Bereichen ihren Beitrag leisten: Schulen, Unternehmen, Regierungen, Medien, soziale Bewegungen. Auch Traditionen seien auf ihren Beitrag zu Nachhaltigkeit zu pr...

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