Hausbesitzer in USA »unter Wasser«

Regierung Obama will Gefahr von Zwangsversteigerungen begegnen

  • Von Reiner Oschmann
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Barack Obama weiß, dass es mehrere Gründe für den Rückgang seiner Beliebtheit in der Bevölkerung gibt. Einer der wichtigeren ist die hartnäckig hohe Arbeitslosigkeit von offiziell knapp zehn Prozent (rund 15 Millionen), die sich für viele mit der Angst um Haus und Hof verbindet.

Zwangsvollstreckungen und -versteigerungen privater Häuser gehören in den USA zu den hässlichsten Gesichter der Wirtschafts- und Finanzkrise. Sie zeigen sich nicht nur denen, die ihre Arbeit verloren. Es treibt, weit in die Mittelschicht hinein, auch jene um, die den Verlust ihres Arbeitsplatzes befürchten. Jetzt zeigt sich, dass das Krisen- und Unruhepotenzial noch größer ist als von der Regierung im vorigen Jahr eingeschätzt. Vizefinanzminister Herbert M. Allison jr. erklärte gerade vor einem Kongressausschuss: »Wir haben die ganze Tragweite der Herausforderungen nicht voll erkannt.«

Allison bezog sich auf das im Vorjahr verkündete Programm, das gefährdeten Hausbesitzern durch Hypotheken-Erleichterungen helfen sollte. »Es hat dazu beigetragen, dass weniger als 200 000 Personen neue langfristige Kredite zu günstigeren Bedingungen bekamen«, berichtete die »New York Times«, »während inzwischen sieben Millionen Kreditnehmer mit den Rückza...

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