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Sieben Punkte bis Vitoria

Gegen Jerusalem bangen Basketballer von Alba Berlin um Kapitän Jenkins

  • Von Robert Semmler, dpa
  • Lesedauer: 2 Min.

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Mit oder ohne den Kapitän: Alba Berlin hofft auf eine Basketballgala und den erstmaligen Einzug einer deutschen Mannschaft in die Endrunde um den Eurocup. Der achtmalige Meister will notfalls auch ohne den besten Schützen Julius Jenkins am Mittwoch (19.45 Uhr) Hapoel Jerusalem aus dem zweitwichtigsten europäischen Wettbewerb werfen. Die Qualifikation für das Final Four am 17. und 18. April in Vitoria wäre der wichtigste internationale Erfolg seit dem sensationellen Gewinn des Korac-Cups vor 15 Jahren.

»Es ist die größte Herausforderung, denn es geht um einen Preis«, meinte Alba-Trainer Luka Pavicevic mit Blick auf die bisherige Saison und die mögliche Reise ins Baskenland. Nach dem 61:67 aus dem Hinspiel ist dafür in der voraussichtlich ausverkauften Berliner O2 World ein Sieg mit mindestens sieben Punkten Differenz nötig. »Das sind in jedem Viertel zwei Punkte. Das ist machbar. Wir müssen nicht überhektisch in das Spiel gehen«, sagte Nationalspieler Steffen Hamann.

Der Aufbauspieler hofft auf den Einsatz von Jenkins, der sich im Hinspiel eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte. Der Amerikaner klagte seitdem über Schwindelgefühle und Übelkeit, an Training war nicht zu denken. Pavicevic plant daher vorsichtshalber ohne Jenkins und verlangt noch mehr Einsatz von allen anderen Akteuren. Ein Ausfall könnte eine Chance für Nationalspieler Lucca Staiger bedeuten, denn der Neuzugang ist Spezialist für Dreipunktewürfe.

An den Rückstand, der vor einer Woche in Jerusalem zeitweise schon 20 Punkte betragen hatte, wollen die Berliner nicht denken. »Darum machen wir uns keine Sorgen. Wir gehen erst einmal raus, um zu gewinnen«, sagte Immanuel McElroy. Der als starker Verteidiger bekannte US-Amerikaner und seine Kollegen müssen Hapoels Brandon Hunter bremsen, der Alba mit 23 Punkten im Hinspiel wehgetan hatte.

Pavicevic warnte davor, Hapoel könne auswärts jedes Team schlagen. »Wir müssen zunächst unser Spiel etablieren. Am Ende haben wir dann vielleicht den Luxus, auf das Ergebnis zu schauen«, erklärte der Serbe. Trotz der Bedeutung der Partie machte er klar, worauf es für Alba wirklich ankommt. »Die Play-offs und die Meisterschaft sind das Wichtigste«, unterstrich Pavicevic. Als Meister wäre der deutsche Vorzeigeklub direkt für die in dieser Saison verpasste Euroleague qualifiziert. Auch der Eurocup-Sieger darf in der Königsklasse starten. »Das ist kein sicherer Weg«, warnte Pavicevic, denn in der Endrunde könnten gleich drei Klubs aus der bärenstarken spanischen Liga warten.

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