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Köterkacke

Martin Kröger findet Hämmerlings Idee unsozial

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»Köterkacke«. So hieß in den 1990er Jahren eine Punkband aus dem Berliner Stadtteil Friedrichshain, die sich zwar längst aufgelöst hat, aber dennoch bis heute Kultstatus genießt. Der Bandname stand damals auch synonym für den Widerstand gegen die Stadtumstrukturierung hin zu einer sauberen City. Gentrifizierung, also die Vertreibung von ärmeren Schichten aus den Innenstadtgebieten, hängt auch immer direkt mit Sauberkeit zusammen. Dort wo es keimfrei ist, ziehen betuchtere Leute hin, steigen die Mieten und die Armen können gehen.

Diese Vertreibung war auch für die Grünen mal ein Problem – heutzutage eher nicht mehr. Von daher ist es plausibel, dass ausgerechnet die Grünen bei ihrer bürgerlichen Wählerklientel mit »Unsere-Stadt-soll-sauberer-werden-Politik« punkten wollen: Wem nichts anderes einfällt, zieht eben wie die Grüne-Abgeordnete Claudia Hämmerling die populistische »Hunde-Tretminen«-Karte.

Auch auf die Idee zu kommen, ausgerechnet die Ärmsten der Armen, also Hartz-IV-Empfänger, auf Scheißhaufen-Patrouille schicken zu wollen, unterstreicht einmal mehr die anti-soziale Grundhaltung der Grünen. Da wird bewusst mit in die bundesweite Hetze gegen Transferempfänger eingestimmt. Einmal abgesehen davon, wie sinnlos die Idee ist, 5000 Kilometer Straßenland überwachen zu wollen, fragt man sich überdies: Hat die Abgeordnete Claudia Hämmerling mit den Berliner Zoofreunden noch nicht genug persönliche Feinde?

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