Dieter Hanisch, Neumünster 06.04.2010 / Inland

Die soziale Zeitarbeitsfirma

Awo verdiente doppelt an Pflegeservice für Senioren – weitere Projekte werden geprüft

Die Awo in Neumünster beschäftigte Ein-Euro-Jobber in der Altenpflege, zahlte ihnen 1,25 Euro pro Stunde, aber kassierte doppelt für sie. Als Konsequenz sollen alle Ein-Euro-Projekte des Landes überprüft werden.

Ein-Euro-Jobber zu vermitteln, dann aber für die von ihnen geleistete Arbeit zu kassieren, ist eine allzu perfide Methode. Ein Projekt der Arbeiterwohlfahrt (Awo) mit Pflegekräften und Haushaltshilfen in Neumünster ist daran gescheitert. Nach einer kritischen Berichterstattung im Rundfunk dauerte es nur wenige Tage, bis die Awo dieses Tätigkeitsfeld jetzt einstellte. Zuvor gab es reichlich Schelte für den schleswig-holsteinischen Verband, sowohl vom Bundesverband als auch von benachbarten Landesverbänden, die um ihren guten Ruf fürchteten.

Gegenstand der Aufregung war ein Service, bei dem von der Arbeitsagentur an die Awo vermittelte Helfer für die Betreuung alter Menschen 1,25 Euro in der Stunde bekamen. Die bedürftigen Senioren mussten zusätzlich acht Euro an die Awo abführen, obwohl der soziale Träger von der Arge bereits pro Arbeitskraft eine monatliche 200-Euro-Pauschale erhielt.

Von eiskalter Abzocke war die Rede &nd...

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