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Nordzypern: Die Rückkehr der Rechten

Mit Eroglus Präsidentschaftswahlsieg haben die türkischen Nationalisten wieder das Sagen

  • Von Jan Keetman, Istanbul
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Nachdem der bisherige Premier Dervisch Eroglu die Präsidentenwahl in der »Türkischen Republik Nordzypern« am Sonntag mit 50,4 Prozent klar gewonnen hat, bricht für die Insel eigentlich keine neue Zeit an, sondern die alte ist zurückgekehrt. Der 1983 im türkisch besetzten Nordteil gegründete und nur von Ankara anerkannte Staat wurde fast immer von der nationalistischen Rechten geführt.

An der Spitze der »Türkischen Republik Nordzypern« stand bis 2005 der Nationalist Rauf Denktasch, nun ist ein solcher mit Dervisch Eroglu zurückgekehrt. Der Sozialdemokrat Mehmet Ali Talat, der bekannte, er habe geweint, als der eigene Staat ausgerufen wurde, war die Ausnahme.

Etwas Dramatisches ist zunächst nicht zu erwarten. Eroglu wird die von Talat und dem griechischen Präsidenten Dimitris Christofias begonnenen Gespräche über die Wiedervereinigung der Insel fortsetzen. »Derjenige, der den Tisch verlässt, werde ich nicht sein«, sagt Eroglu. Auch der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan erwartet, dass die Gespräche »in der gleichen Weise« weitergehen.

Trotzdem klingt Eroglus Erklärung mehr danach, als g...


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