Besuch beim Lokomotivkönig

Dresdener Schau würdigt Richard Hartmann

  • Von Sebastian Hennig, Dresden
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Einer zentralen Gestalt sächsischer Industriegeschichte ist im Verkehrsmuseum Dresden eine Ausstellung gewidmet. Richard Hartmann gründete 1837 die Sächsische Maschinenfabrik. Bis zu deren Auflösung im Krisenjahr 1929 wurden in Chemnitz fast 5000 Dampflokomotiven hergestellt. Einige waren bis in die 1960er Jahre auf den Strecken der Deutschen Reichsbahn im Einsatz.

Auf Pferdewagen wurden die zerlegten Lokomotiven in den ersten Jahren aus der Sächsischen Maschinenfabrik Chemnitz abtransportiert. Weil ein benachbarter Konkurrent die Trassierung durch sein Gelände verweigerte, erhielt der Lokomotivbauer Richard Hartmann erst 1908 einen Gleisanschluss für sein Werk. Bis dahin erfolgten die Transporte der immer gewaltigeren Zugmaschinen mit Pferdegespannen. Zum 200. Geburtstag des Unternehmers 2009 wurde eine solche legendäre Prozession durch Chemnitz noch einmal nachgestellt. 16 Pferde bewegten die Lokomotive »Hegel« (Baujahr 1889) aus dem Bestand des Dresdner Verkehrsmuseums.

Der Platz der Rösser

Die Gesellenwanderung hatte den Elsässers Hartmann durch Baden, Hessen und Thüringen nach Chemnitz geführt, wo der gelernte Zeugschmied zuerst mit der Reparatur von Textilmaschinen beschäftigt war. Als er die Firma des »Vaters der sächsischen Maschinenbauer« C. G. Haubol...


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