Hamburger Quasi-Wahlkampf

Volksentscheid über Schulreform rückt näher

  • Von Reinhard Schwarz, Hamburg
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Gegner und Befürworter der Einführung einer sechsjährigen Primarschule in Hamburg bereiten sich intensiv auf den Volksentscheid im Juli vor. Zwar wirbt eine Allparteienkoalition für die Einführung der Primarschule, doch der Sieg der Reformanhänger gilt keineswegs als sicher.

Auf Hamburg kommt eine Schlacht zu – ein Kampf der Argumente und Emotionen. Befürworter und Gegner der Schulreform bereiten sich jetzt schon auf den Volksentscheid am 18. Juli vor. Dann stimmen die Hamburger darüber ab, ob sie für die Einführung einer sechsjährigen Primarschule sind – oder für die Beibehaltung des jetzigen dreigliedrigen Systems mit vierjähriger Grund-, Haupt- und Realschule und Gymnasium.

Beim Streit um diese Frage haben sich ungewöhnliche Koalitionen gebildet. So steht auf der einen Seite die konservative Initiative »Wir wollen lernen«, die das Reformwerk ablehnt. Auf der anderen Seite haben sich die Reformanhänger mit allen Parteien der Hamburgischen Bürgerschaft zusammengefunden – also den Parteien der Regierungskoalition aus CDU und der Grün-Alternativen-Liste (GAL) sowie der Opposition mit SPD und der LINKEN.

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