Anouk Meyer 29.04.2010 / Brandenburg

Mythos »böse Frau«

Heilige oder Hure

Ob in den Mythen der Antike, Persiens oder der Germanen, in der Bibel oder im Märchen: Durch alle Sagen zieht sich die Figur der »bösen Frau«, meist schön, aber rücksichtslos, rachsüchtig oder zumindest allzu neugierig; man denke an Pandora, Eva oder Medusa, an Salome oder die böse Hexe aus dem Märchen. Wie die zeitgenössische Kunst mit dieser Figur und ihrer Symbolik umgeht, spürt die Achtzig-Galerie in Mitte mit der Gruppenausstellung »Böse Frau sucht Mann« nach.

Der Titel verweist ironisch auf das Stereotyp der verführerischen Frau, die ihre Schönheit zu »niederen« Zwecken einsetzt oder zum Spielball männlicher Begierden wird, dafür letztlich aber mit Tod, Verbannung oder, wie Medusa, mit Entstellung bestraft wird. Immerhin dominierte über Jahrtausende diese männliche Sichtweise, in der starke, selbstbewusste Frauen per se als Unruhestifterinnen galten, dabei unerwünschter und doch faszinierender Gegenpart zu den füg- und duldsamen ...

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