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Kein besserer Anlass zum Putz

Vor 30 Jahren: Proteste gegen öffentliche Rekrutenvereidigung im Bremer Weserstadion

  • Von Markus Mohr
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

In den Morgennachrichten am 7. Mai 1980 informierte die Sprecherin von Radio Bremen über den Verlauf der Bundeswehrfeierlichkeiten in der Stadt am Vorabend: »Bei der Verteidigung von 1200 Bundeswehrrekruten ist es gestern Abend zu schweren Krawallen gekommen.« Nach einer kleinen Pause fuhr die Sprecherin fort: »Verzeihung. Bei der Vereidigung.«

Massenmilitanz bei erstem öffentlichen Gelöbnis der Bundeswehr in Bremen 1980

Die Absicht des sozialdemokratischen Verteidigungsministers Hans Apel anlässlich des 25-jährigen NATO-Jubiläums, in den Abendstunden des 6. Mai im Bremer Weserstadion ein gelungenes zentrales Rekrutengelöbnis der Bundeswehr mit Fackeln, Blasmusik und großem Zapfenstreich durchzuführen, war ganz offensichtlich misslungen. Die unmittelbare zeitliche Nähe zum 8. Mai, inklusive einer Militärfeier in einem Fußballstadion mit der Beigabe des ehemaligen Nationalsozialisten und amtierenden Bundespräsidenten Karl Carstens als Festredner, beschworen Assoziationsketten zum Faschismus und lösten entsprechenden Protest aus.

Am späten Nachmittag des 6. Mai versammelten sich in der Bremer Innenstadt zwei Demonstrationsbündnisse gegen die Militärfeier: Die orthodoxe Linke in Gestalt von Jusos, Sozialdemokraten, Kommunisten und Christen orientierte in ihrem Aufruf für eine Fortsetzung der Entspannungspolitik; das andere Bündnis wurde von der autonom, al...


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