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»Compass«, »Respect«, »TUSC« – die Linke ohne Chance?

Kleinere Oppositionsparteien und Kritiker innerhalb der Labour-Partei haben im Wahlkampf eine neue Dynamik entwickelt

  • Von Thomas Kachel
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die politische Debatte in der britischen Öffentlichkeit kennt zur Zeit nur ein Thema: den scheinbaren Durchbruch der scheinbaren politischen Alternativpartei, der Liberaldemokraten. Die Konservativen führen zwar in den Umfragen, aber die »LibDems« liegen mit Labour nahezu gleichauf. Die Frage ist angesichts dieser Einheitlichkeit oder Eintönigkeit der britischen Parteienlandschaft, ob es wirkliche – linke – Alternativen in Parlamentswahlen überhaupt gibt.

Entscheidend für die Wahlaussichten linker Kandidaten ist zunächst das Wahlsystem, nach welchem jeder Wahlkreis nur einen Kandidaten ins Unterhaus entsendet. Jahrzehntelang galt aus diesem Grund für viele Linke die goldene Regel, dass in ihrem Wahlkreis der Labour-Kandidat zu unterstützen sei, egal wie seine politischen Anschauungen waren. Doch spätestens seit der letzten Wahl ist klar, dass New Labour die Wähler in Scharen weglaufen: Frühere bürgerliche Wähler stimmen jetzt wieder für das konservative Original. Arbeiterklasse und »Unterschicht« verweigern zu großen Teilen die Stimmabgabe, weil sie sich von New Labour verraten fühlen. Diese Entwicklung trifft auch die Labour-Linke, die in der Partei gegen den neoliberalen Kurs der Bosse gekämpft hat. So wird die Socialist Campaign Group (SCG), die Vereinigung linksgerichteter Labour-Abgeordneter, die Zahl ihrer Mandate im Parlament nicht halten können. Auch ob der SCG-Vorsitzende John ...


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