• 65 Jahre Befreiung

Als Berliner Jude in der Roten Armee

Stefan Doernberg: Anmerkungen zum 8. Mai 1945 aus persönlicher Sicht

Stefan Doernberg war als Leutnant der Roten Armee an den Kämpfen um Berlin im April und Mai 1945 und als Dolmetscher an den Verhandlungen um die Kapitulation der Nazi-Wehrmacht beteiligt. In der DDR war er unter anderem Direktor des Instituts für Zeitgeschichte und Botschafter in Finnland. Vor zwei Wochen brachte er uns sein Manuskript über seine Erinnerungen an das Kriegsende in die ND-Redaktion. Es war sein letzter Text. Der am 21. Juni 1924 in Berlin geborene und aus einer jüdischen kommunistischen Familie stammende Historiker starb am 3. Mai in seiner Heimatstadt.

Unvergessen bleibt für mich der Mai 1945. Nach wie halte ich dieses Frühjahr als meine schönste Erinnerung fest, bedeutete doch der Abschluss des antifaschistischen Befreiungskrieges gegen den deutschen Faschismus zugleich das Ende der schlimmsten Tragödie im Leben der europäischen Völker, auch des deutschen Volkes, auch jener, die dies damals noch nicht so einschätzten. Das Kriegsende fiel für mich mit dem Abschluss der noch so blutigen Schlacht um die Reichshauptstadt, mit der Kapitulation der Reste der Berliner Garnison am 2. Mai zusammen. So war ich als Deutscher und zugleich als sowjetischer Offizier in der 7. Abteilung der 8. Gardearmee Augenzeuge eines der bedeutsamsten Ereignisse des vorigen Jahrhundert.

Ich gehörte zu den deutschen Emigranten, die in den Reihen der Streitkräfte der Staaten der Antihitlerkoalition als Freiwillige am Kampf für die Befreiung der europäischen Völker, damit auch des deutschen Volkes von der faschis...

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