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Protest gegen das Brendten-Ritual

Offener Brief aus Italien zum Gebirgsjäger-Treffen in Mittenwald an die deutsche Politik

  • Von Rainer Funke
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Als »schmerzlichen Skandal und deshalb nicht hinnehmbar« haben Vertreter italienischer Antifa-Gruppen, Widerstandskämpfer, NS-Opfer und deren Familien den alljährlichen »Feldgottesdienst« am Denkmal der Feldjäger auf dem Mittenwalder Hohen Brendten (Foto: dpa) bezeichnet. Mit Blick auf das neuerliche Treffen von ehemaligen Angehörigen der Wehrmacht am 9. Mai heißt es darin: Bei diesem Ritual »handelt es sich um das letzte große Treffen von Hitlers Soldaten in Deutschland, an dem nachweislich auch NS-Kriegsverbrecher teilnehmen«. Das Schreiben, das von 35 Persönlichkeiten signiert wurde, richtet sich an die Bundeskanzlerin, den Außen- und den Verteidigungsminister sowie an die Bundestagsabgeordneten.

Die Wehrmacht, darunter ausdrücklich die Gebirgsjäger, sowie die SS hätten in vielen europäischen Ländern Massaker angerichtet, jüdische Bevölkerung zusammengetrieben und deportiert, heißt es. »Die Mörder der 4000 italienischen Soldaten in Kephalonia, der 317 Zivilisten im nordgriechischen Kommeno, der 97 Zivilisten in Camerino (Italien), die Mörder der Kranken in der Grotte de la Luire/Vercors, der amerikanischen Kriegsgefangenen in Massa (Italien) und zahlreichen anderen Orten sind von der deutschen Justiz nicht zur Rechenschaft gezogen worden und pflegen ihre verbrecherische Tradition ungehindert bis zum heutigen Tage.« Dies und die Provokation, das diesjährige Treffen am Wochenen...


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